Pflegestufen, Pflegesachleistung und Pflegegeldleistungen

Für den Laien ist das komplexe System aus Pflegestufen, Pflegesachleistung und Pflegegeldleistung nicht immer auf den ersten Blick zu verstehen. An dieser Stelle möchten wir Ihnen als profesioneller und bei allen Kranken- und Pflegekassen zugelassener Pflegedienst diese wichtigen Informationen kurz zusammenfassen.

So können Sie direkt erkennen, auf welche Leistungen Sie Anspruch haben und können dann selbst berechnen, wie viel Pflegegeld Sie als Pflegeperson nach Abzug der Pflegesachleistung noch von der Pflegekasse erhalten.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Beantragung der Pflegestufe oder anderen Leistungen: 06036 98 69 000

Pflegestufen

Die Pflegebürftigkeit wird bereits jetzt, anders als den meisten Lesern bekannt sein dürfte, in 5 Pflegestunden unterteilt. Die Pflegestufe wird durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) in einem Gutachten ermittelt. Nach der Antragsstellung bei der Pflegekasse (in der Regel auch Ihre Krankenkasse) wird der MDK einen Begutachtungstermin bekannt geben. Bei diesem Termin wird die Pflegebedürftigkeit des betroffenen ermittelt. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es hilfreich sein kann, wenn ein Mitarbeiter des Pflegedienstes mit vor Ort ist. Dies kann ein langfristiges Widersprichsverfahren bereits im Keim ersticken. Die Einstufung in die Pflegestufe richtet sich hierbei nach dem täglichen Zeitaufwand, der für die Grundpflege aufgewendet wird.

Wir stellen Ihnen hierbei unverbindlich einen Profi zur Seite: 06036 98 69 000

Nach der Begutachtung erhalten Sie in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen den Bescheid über die Pflegeeinstufung.

Unterscheiden wird zwischen den Pflegestufen 0, 1, 2, 3 und 3+ (Härtefall). Die Pflegestufe null richtet sich hierbei ausschließlich an Pflegebedürftige, die an Demenz erkrankt sind. Bei einer vorliegenden Demenz können auch bei einem niedirgerem Pflegebedarf in der Grundpflege Pflegesachleistungen oder Geldleistungen bezogen werden. Weiteres zu den unterschiedlichen Leistungen können Sie weiter unten im Text erfahren.

Ansprüche je nach Pflegestufe und ggf. vorliegender Demenz

 

Pflegegeld

Pflegesachleistung

Pflegestufe 0 (Demenz)

120,00 €

231,00 €

Pflegestufe 1

235,00 €

468,00 €

Pflegestufe 1 (Demenz)

305,00 €

689,00 €

Pflegestufe 2

440,00 €

1144,00 €

Pflegestufe 2 (Demenz)

525,00 €

1298,00 €

Pflegestufe 3

700,00 €

1612,00 €

Pflegestufe 3+ (Härtefall)

700,00 €

1995,00 €

Die unterschiedlichen Leistungsarten

Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten mit denen Sie Leistungen durch die Pflegeversicherung in Anspruch nehmen können.

Das Pflegegeld

Das Pflegegeld wird an die Pflegeperson ausgezahlt. Dies kann eine im Haushalt lebende Person, ein Familienmitglied oder ein Bekannter sein, der sich um den pflegebürftigen Menschen kümmert. Die Pflegeperson bekommt das Pflegegeld von der Pflegeversicherung ausgezahlt. Die Kassen prüfen nach § 37 jährlich oder halbjährlich, ob der Pflegebedürftige adäquat versorgt ist. Diese Begutachtung wird durch einen Pflegedienst durchgeführt. Stellt sich hierbei heraus, dass der Pflegebedürftige trotz Pflegeperson nicht entsprechend versorgt ist, so kann das Pflegegeld von der Kasse einbehalten werden.

Die Pflegesachleistung

Als Pflegesachleistungen werden die Leistungen bezeichnet, die durch einen profesionellen Leistungserbringer, wie einen Pflegedienst, erbracht werden. Wichtig ist hierbei, dass der Pflegedienst über eine entsprechende Kassenzulassung nach SGB XI verfügt. Dies ist übrigens bei allen Standorten der aleesia so gegeben. Aufgrund der höheren Kosten eines Pflegedienstes stellen die Kassen hier entsprechend mehr Geld zur Verfügung. Für den zur Verfügung gestellten Betrag kann sich die pflegebedürftige Person Leistungen bei einem ambulanten Pflegedienst einkaufen. Hierzu beraten Sie auch gerne unsere Pflegedienstleitungen.

Die Kombileistung

Die Kombileistung fhr Pflegesachleistung und das Pflegegeld zusammen. Kombileistungen finden immer dann Anwendung, wenn eine Pflegeperson Pflegegeld erhält, aber zusätzlich Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst erbracht werden müssen, weil es z.B. der Pflegeperson zeitlich oder fachlich nicht möglich ist diese Leistungen zu erbringen. Die Berechnung erfolgt hier prozentual.

Beispiel: Ein Versicherter in der Pflegestufe 1 hat nimmt im Monat Leistungen eines ambulanten Dienstes in Höhe von 268 Euro in Anspruch. Das sind auf den Gesmamtansporuch von 468 Euro gerechnet 57,26 Prozent. Das bedeutet von dem Gesamtanspruch in den Pflegesachleistungen wurden 57 % des zur Verfgung stehenden Budgets aufgebraucht. Somit stehen noch 43 % von 235 Euro des Pflegegeldes zur Verfügung. Dies entspricht 43,00 Euro.

Wichtig: Alle Leistungen müssen bei der Pflegeversicherung beantrag werden. Erst mit der Antragsstellung auf Pflegesachleistungen oder Kombileistungen ist der Pflegedienst in der Lage Leistungen zu erbringen und direkt mit den Kostenträgern abzurechnen. Die Anträge müssen durch den Versicherten oder einen bevollmächtigten des Versicherten beantragt werden. Wird dies versäumt, so kann es dazu kommen, dass entstandenen Kosten zumindest teilweise vom Versicherten getragen werden müssen.

Bitte lassen Sie sich zu diesen Themen von unseren Pflegedienstleitungen beraten. Diese können Ihnen auch auf Grundlage eines Kostenvoranschlages ausrechnen, wie viel Pflegegeld Sie im Fall der Kombileistungen noch erhalten.

Kostenlose Beratung zu allen Leistungen: 06036 98 69 000

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