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Diabetes Mellitus

Lieber Kunde, sehr geehrte Angehörige, Pflegepersonen oder Betreuer,
anbei erhalten Sie wichtige Informationen zu der Erkrankung Diabetes Mellitus.

 

Diagnose

Typ-2-Diabetes
„Wenn die Umstellung des Lebensstils nicht ausreicht, wird Ihr Arzt mit Ihnen über Medikamente sprechen.“

 

Wie wird der Typ-2-Diabetes erkannt?

Deutliche Symptome sind selten, aber vermehrter Harndrang, Müdigkeit und gesteigertes Durstgefühl können als erste Hinweise auftreten. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes, der meist schlagartig beginnt, entwickelt sich der Typ-2-Diabetes überwiegend langsam und kontinuierlich. Oft wird er zufällig bei einer Routinekontrolle entdeckt. Werden erhöhte Blutzuckerwerte gemessen, existiert er meist schon mehrere Jahre.

 

Wie entsteht die Erkrankung?

Im Vordergrund steht die sogenannte Insulinresistenz. Diese besteht meist schon Jahre oder Jahrzehnte vor der Diagnose des Typ-2-Diabetes. Sie führt dazu, dass wesentlich mehr Insulin benötigt wird, um „normale“ Blutzuckerwerte zu erreichen. Ist die Bauchspeicheldrüse gesund, kann sie die Insulinresistenz „wettmachen“, indem sie genügend Insulin produziert. Doch auf Dauer wird sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Insulinausschüttung lässt nach, und der Blutzuckerspiegel steigt langsam an. Zunächst nur nach dem Essen, doch irgendwann sind auch die Nüchternwerte zu hoch. Dann reden wir vom Typ-2-Diabetes.



Wie wird behandelt?

Meistens beginnt es mit der Vorstellung bei Ihrem Hausarzt oder Diabetologen, wo Sie viel über Ihre Krankheit erfahren können. Ihr Arzt bespricht in der Regel mit Ihnen, was Sie von der Behandlung erwarten können und bindet Sie in die Therapieentscheidung mit ein. Es geht darum, akute Komplikationen zu vermeiden, aber auch das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren. Üblicherweise erhalten Sie auch Tipps, wie Sie mehr Bewegung und gesünderes Essen in Ihren Alltag bringen. Das ist die Grundlage jeder Typ-2-Diabetes-Therapie.
Wer sich ausreichend bewegt, kann seine Stoffwechselwerte deutlich verbessern. Weil die Muskelzellen durch Bewegung wieder vermehrt Zuckermoleküle aus dem Blut auf-nehmen können, werden sie auch wieder empfindlicher für Insulin. Dadurch wird der Blutzucker gesenkt. Es muss nicht gleich ein Sportprogramm sein. Stramm spazieren ge-hen reicht. Doch 30 Minuten an 3 bis 4 Tagen der Woche sollten Sie schon schaffen.
Was das Essen betrifft, ist es nicht notwendig, strenge Diätpläne einzuhalten. Eine aus-gewogene und kalorienbewusste Ernährung, wie sie allgemein empfohlen wird, ist auch diabetesgerecht. Statt häufig zu Fertigprodukten und fettem Fast-Food zu greifen, ist es günstiger, selbst zu kochen. Wer Spaß daran hat, kann die ganze Vielfalt des Lebensmit-telangebots nutzen und genießen. Gerade wenn Sie übergewichtig sind, kann eine Er-nährungsumstellung helfen, etwas Gewicht abzunehmen. Auch das kann die Insulinre-sistenz verbessern. Nicht immer gelingt es, durch gesündere Ernährung und mehr Be-wegung die angestrebten Blutzuckerziele zu erreichen. Doch ein Versuch sollte es Ihnen mindestens wert sein. Wenn die Umstellung des Lebensstils nicht ausreicht, wird Ihr Arzt mit Ihnen über Medikamente sprechen.

 

Welche Medikamente werden eingesetzt?

Zunächst wird normalerweise eine medikamentöse Behandlung in Tablettenform einge-leitet. Wenn der Patient dafür geeignet ist, empfiehlt man für den Typ-2-Diabetes in der Regel zunächst eine Behandlung mit Metformin, der allgemeine Standard in der Diabe-testherapie. Durch Metformin wird die Insulinempfindlichkeit verbessert und der Blutzu-cker sinkt. Reicht das allein nicht aus, wird Metformin meist mit einem zweiten Medika-ment kombiniert. Das können beispielsweise DPP-4-Hemmer sein. Diese senken den Blutzucker bedarfsgerecht. Das bedeutet, dass sie i. d. R. nur wirken, wenn der Blutzu-cker erhöht ist. Auch SGLT-2-Hemmer, die überschüssige Glukose im Urin ausscheiden, α-Glukosidasehemmer, die den Abbau und die Aufnahme von Kohlenhydraten aus der Nahrung verzögern und Sulfonylharnstoffe, die unabhängig von der Nahrungsaufnah-me zur Insulinausschüttung führen, werden zusammen mit Metformin verordnet. GLP1-Analoga, die ebenfalls abhängig vom Blutzuckerspiegel wirken und gespritzt werden so-wie schließlich Insulin selbst können eingesetzt werden.

 

Wie werden die Medikamente ausgewählt?

Neben einer guten Wirksamkeit wird Ihr Arzt vor allem auf die Verträglichkeit achten. Aber auch Begleiterkrankungen sind ein Thema. Bei eingeschränkter Nierenfunktion bei-spielsweise sind nicht alle Medikamente einsetzbar. Dies wird Ihr Arzt bei der Medika-mentenauswahl berücksichtigen. Bei der Auswahl der geeigneten Therapie sollte des-wegen auch das Unterzuckerungsrisiko berücksichtigt werden.

 

Was ist das Gefährliche an Unterzuckerungen?

Unser Gehirn braucht Glukose, um zu funktionieren. Der Körper warnt uns deshalb nor-malerweise vor einer drohenden Unterzuckerung mit Symptomen wie etwa Zittern, Schweißausbrüchen, Heißhunger auf Süßes etc. vor. Bei Patienten, die schon lange Diabetes haben und insulinpflichtig sind, ist häufig die Wahrnehmung einer Unterzucke-rung gestört, so dass sie ohne Vorwarnzeit in eine heftige Unterzuckerung rutschen und dann rasch die Kontrolle über sich verlieren können. Schwere Unterzuckerungen sind daher nach Möglichkeit unbedingt zu vermeiden. Bei Sulfonylharnstoffen ist Vorsicht geboten, weil hier das Risiko für eine Unterzuckerung deutlich erhöht ist. Auch die mög-liche Gewichtszunahme ist ein Problem. Beides gilt auch für eine Insulintherapie.

 

Unterzuckerungen beachten und vermeiden

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn plötzlich der „Treibstoff“ ausgeht, weil zu wenig Zucker in der Blutbahn kursiert. Wir sprechen von der Hypoglykämie: Die Hände können zittern, kalter Schweiß auf der Stirn stehen und das Herz schneller klopfen. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen, Unruhe und Nervosität kommen. Die Konzentration kann nach-lassen, die Gedanken können sich im Kreis drehen und die Worte nicht mehr ordentlich über die Lippen wollen. Die Symptome können individuell unterschiedlich sein, aber auch gar nicht auftreten. Gerade, wenn ein Diabetes schon über einen langen Zeitraum besteht, geht auf die Wahrnehmung von Hypoglykämiesymptomen oft verloren. Die Angst vor Unterzuckerung beschäftigt viele Diabetes Patienten. Wenn Gehirn und ande-re wichtige Organe in ihrer Funktion eingeschränkt sind, kann das bis zur Bewusstlosig-keit führen und im Extremfall kann es zu bleibenden Schäden kommen. Schwere Unter-zuckerungen sind nach Möglichkeit unbedingt zu vermeiden. Bei jeder Behandlung sollten mögliche Nebenwirkungen wie Unterzuckerungen in Betracht gezogen werden.


Notieren Sie alle Symptome

Bei leichter Unterzuckerung können Sie sich selbst helfen. Mit 1 bis 2 BE (Broteinheiten) schnell wirkender Kohlenhydrate klingen die Beschwerden meist innerhalb von Minuten wieder ab. In schweren Fällen werden Sie jedoch auf Hilfe angewiesen sein. Ihr persön-liches Umfeld, Angehörige und auch Kollegen, sollte daher unbedingt über Ihren Diabe-tes Bescheid wissen. Am besten, Sie notieren Zeitpunkt und Schwere aller Unterzucke-rungs-Symptome und nehmen diese Aufzeichnungen zum nächsten Arztbesuch mit.
Es gibt auch einfache Übungen, mit denen Sie trainieren können, Unterzuckerungen leichter wahrzunehmen. Dazu gehören beispielweise der Fingerspitzentest, balancieren auf einem Bein oder auch das laute Vorlesen. Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie Ihnen die Übungen gelingen, sollten Sie sich zu allererst bei normalen Blutzucker-werten damit vertraut machen. Nur so bemerken Sie bei niedrigen Werten den Unterschied.